Der Hausmeier (aus dem lat. = Verwalter des Hauses) war ein Amt an frühmittelalterlichen Höfen. Zur Zeit der Merowinger (5. Jahrhundert - 751) gewannen die Hausmeier stetig an Macht.
Zunächst hatten die Hausmeier nur die Herrschaft über das unfreie Gesinde am Hof. Durch häufige Teilungen des Merowingerreiches, und die dadurch entstehende Häufung von Hausmeiern, wurde das Amt immer mehr aufgewertet. Dem Hausmeier fiel nun die Verwaltung des gesamten Königsgutes zu und dessen Befugnisse wurden immer mehr erweitert. Das Amt wurde später ausschließlich von Adligen besetzt, die versuchten die Macht des Königs zu beschneiden. Der Merowingerkönig hatte die Macht nur noch auf dem Papier.
Der fränkische Hausmeier Karl Martell (um 688-741) beherrschte während seiner Amtszeit faktisch das Reich. Aber erst sein Sohn Pippin der Kleine übernahm 750 auch das Amt des Königs.
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